Mobiles Arbeiten: ein Überblick

Die Arbeitswelt wird immer flexibler und mobiler. Von 9 bis 17 Uhr jeden Tag im selben Büro zu arbeiten ist für einige noch Realität, für viele inzwischen aber auch schon undenkbar. Mobiles Arbeiten wird daher immer wichtiger, immer mehr Arbeitnehmer nutzen ein mobiles Büro. Wir haben uns deshalb Gedanken zu den Vor- und Nachteilen von mobilem Arbeiten gemacht.

Die Arbeitswelt wird immer flexibler und mobiler. Von 9 bis 17 Uhr jeden Tag im selben Büro zu arbeiten ist für einige noch Realität, für viele inzwischen aber auch schon undenkbar. Mobiles Arbeiten wird daher immer wichtiger, immer mehr Arbeitnehmer nutzen ein mobiles Büro. Wir haben uns deshalb Gedanken zu den Vor- und Nachteilen von mobilem Arbeiten gemacht.

 

Vorteile

Wer als Arbeitnehmer nicht darauf angewiesen ist, jeden Tag zu starren Arbeitszeiten im Büro auftauchen zu müssen, genießt einige Vorteile. Zunächst einmal bedeutet mobiles Arbeiten natürlich Zeitersparnis. Wenn ein Mitarbeiter nicht jeden Tag eine Stunde zur Firma pendeln muss, hat er mehr Zeit für sich. Einmal länger ausschlafen, vor der Arbeit noch eine Runde Joggen, oder nachmittags bei gutem Wetter einmal mit der Familie ins Freibad gehen – all das ist leichter möglich, wenn die Arbeit nicht an einen festen Standort gebunden ist. Und auch wenn ein Arbeitnehmer die Möglichkeit mobil zu arbeiten vielleicht nicht tagtäglich hat, ist es zumindest schon ein erheblicher Vorteil das 1 oder 2 Mal pro Woche nutzen zu können.

Mobiles Arbeiten kann auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Arbeitnehmern haben. Wenn langes Pendeln wegfällt, bleibt mehr Zeit für Schlaf. Muss man nicht jeden Tag pünktlich auf die Minute im Büro sein, verringert das Stress. Und wenn man seine Arbeit vielleicht einmal vom lärmenden Großraumbüro in die ruhige Firmenlounge verlegt, kann man auch einmal in etwas entspannterer Atmosphäre arbeiten.

Ein mobiles Büro schafft zudem Freiräume. Bestimmt kennen auch Sie das Gefühl von der Arbeit manchmal überlastet zu sein. Wenn sich zu Mittag schon Frustration breitmacht, weil einfach einmal wieder nichts weitergeht, nichts so funktioniert wie es sollte und der Stresspegel schon den Anschlag erreicht hat, ist es sicher wenig produktiv noch den ganzen Nachmittag im Büro zu sitzen. Wenn ein Arbeitnehmer über die Möglichkeit eines mobilen Büros verfügt, kann er in so einem Fall einfach den Arbeitsplatz wechseln. Ein gemütliches Café um die Ecke, oder einfach nur die Wohnzimmercouch – ein Ortswechsel bringt auf andere Gedanken und kann auch die Perspektive verändern.

Kann ein Arbeitnehmer durch die Möglichkeit mobil zu arbeiten Vorteile genießen, bedeutet dass natürlich auch mehr Motivation. Wenn ein Mitarbeiter am Geburtstag der Tochter von zu Hause aus arbeiten und so mehr Zeit mit ihr verbringen kann, wird er seine Arbeit um einiges motivierter angehen, als wenn er bis um Punkt 17 Uhr im Büro ausharren müsste und danach noch eine Heimfahrt im überfüllten Zug vor sich hätte.

Zu guter letzt bringt Arbeiten im mobilen Büro auch eine Kostenersparnis. Büroräume zu mieten ist oft teuer und gerade für kleinere Unternehmen und Startups ein großer Kostenpunkt, der viele Ressourcen verbraucht, die vielleicht anderswo dringend benötigt würden. Wenn Mitarbeiter nicht (immer) direkt am Unternehmensstandort arbeiten reicht oft auch ein kleineres Büro aus.

 

Nachteile

Wer mobil arbeitet und nur selten oder gar nicht am festen Unternehmensstandort tätig ist, hat oft nur sehr eingeschränkten Kontakt zu den Kollegen. Ein Austausch mit dem Team findet daher nur in begrenzter Form statt. Im Büro können sich Kollegen einfach mal zwischendurch beim Kaffee holen unterhalten, direkt face-to-face. Ein Arbeitnehmer, der zum Beispiel ein mobiles Büro nutzt, hat diese Möglichkeit nicht. Der Austausch im Team findet dort oft nur über Telefon oder Chat statt und muss oft auch institutionalisiert werden, da ein zufälliges Aufeinandertreffen  – wie es am Gang im Bürogebäude vielleicht öfter mal passiert – nicht möglich ist.

Mobiles Arbeiten kann auch zu Isolation führen. Verbringt ein Arbeitnehmer beispielsweise seine Arbeitszeit überwiegend oder vielleicht sogar vollständig im Home Office, ist der soziale Kontakt deutlich eingeschränkt. Die soziale Interaktion, die an einem festen Arbeitsstandort tagtäglich stattfindet, fällt weg. Auf diese Weise kann auch nur in eingeschränkter Form eine Beziehung zu den Kollegen aufgebaut werden. Jemand, der in seinem Unternehmen von anderen Mitarbeitern umgeben ist, plaudert zwischendurch über die Arbeit, das Tagesgeschehen oder auch Privates. Ein Arbeitnehmer im Home Office hat diese tägliche Interaktion nicht, oder zumindest nicht auf dieselbe Art und Weise.

 

Fazit

Ein mobiles Büro zu nutzen bietet für Arbeitnehmer einige Vorteile. Wer Familie hat, ist nicht an einen festen Standort und fixe Bürozeiten gebunden und kann auch mal von zu Hause aus arbeiten. Bei einem unaufschiebbaren Termin mitten am Tag, muss nicht freigenommen werden – die Arbeit erledigt man einfach von unterwegs. Und wer vielleicht einfach einmal einen Tapetenwechsel vom üblichen Arbeitsort braucht, der kann sich ein bequemes Café suchen. Demgegenüber steht eine gewisse soziale Entgrenzung vom Unternehmen und den Kollegen. Wer mobiles Arbeiten in Anspruch nimmt, sollte sich daher beider Seiten bewusst sein.

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