Online Marketing für KMU: Die Website

Im ersten Teil unserer Serie Online Marketing für KMU haben wir uns mit Ihrer Domain beschäftigt und warum diese so wichtig ist. Heute möchten wir über Ihre Website sprechen.

Im ersten Teil unserer Serie Online Marketing für KMU haben wir uns mit Ihrer Domain beschäftigt und warum diese so wichtig ist. Heute möchten wir über Ihre Website sprechen.

Website und Responsive Design

Der nächste Schritt zu einem professionellen Online Marketing ist eine zeitgemäße Website. Die Website ist das zentrale Element Ihres Unternehmensauftritts – Ihr digitales Zuhause. Versuchen Sie es sich so vorzustellen: Sie treffen auf einer Veranstaltung (Facebook) oder bei einem Ihrer Kurse, die Sie leiten (YouTube) einen möglichen Geschäftspartner. Sie kommunizieren natürlich immer und überall Ihre Geschäftsadresse www.maxhansen.de, damit die Menschen auch zu Ihnen ins Geschäft finden.

Was bekommen Ihre potentiellen Kunden dort zu sehen? Eine verstaubte Seite aus dem letzten Jahrhundert…

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…oder einen zeitgemäßen Internetauftritt, der auf jedem Gerät beeindruckt?

Responsive Webdesign

Wenn eine Website so gestaltet ist, dass Sie sich an die Bildschirmgrößen aller Geräte anpasst, mit denen man heute im Internet surfen kann, sprechen Webdeveloper meist von responsive Design. Wir haben heute keine Kontrolle mehr darüber, auf welchem Gerät unsere Kunden sich über uns informieren oder mit uns Kontakt aufnehmen wollen.

Aber dieser „Kontrollverlust“ ist eine Chance für Ihr Unternehmen. Mit einer Responsive Website sind Sie immer dort, wo der Kunde Sie haben will – wenn es sein muss auch auf dem WC.

Bei timr und Tour würden wir über 40% unserer Besucher ausschließen, wäre unsere Website nicht responsive.

Wir verzeichnen 33,2% aller Zugriffe von Smartphones und 8% der Zugriffe von Tablets.

Das mobile Internet ist die Gegenwart – quälen Sie Ihre Besucher nicht mit einer Website, die nicht dafür optimiert ist.

Wie Sie die Technik und den Webdeveloper auswählen

Die Fülle an Werkzeugen, Frameworks und Content Management Systemen macht es für den Laien nicht leichter, sich für eine passende Lösung zu entscheiden. Ich möchte Ihnen hier 3 Systeme vorstellen, mit denen ich durchwegs gute Erfahrungen gemacht habe.

SQUARESPACE

Squarespace eignet sich ausgezeichnet für Sie, wenn Sie Ihre Website selbst umsetzen möchten aber über keine Programmierkenntnisse verfügen. Squarespace stellt Ihnen sehr schöne, zeitgemäße Designs zur Verfügung, mit denen Sie sofort starten können. Sie bestimmen die Seitenstruktur und Inhalte und können Kontaktformulare und Blogs per Mausklick einrichten. Alles was Sie brauchen sind Fotos und Texte und Ihre eigene Domain.

WORDPRESS.COM

Ebenfalls eine gute Basis zum Einstieg für „Selbermacher“ ist wordpress.com. Es funktioniert sehr ähnlich wie Squarespace, hat aber einen großen Vorteil. Entschließen Sie sich irgendwann dazu, eine umfangreichere WordPress Website gestalten zu lassen, können Sie die Daten ganz einfach exportieren und in der neuen Seite importieren.

WORDPRESS ALS CMS

WordPress ist eine Web-Software, mit der ein technisch versierter Mensch moderne Internetpräsenzen, Websites, Blogs und Online-Shops umsetzen können. WordPress ist kostenlos nutzbar, es gibt eine Unmenge an vorgefertigten, modernen Designs zu kaufen und ist in Entwicklerkreisen sehr akzeptiert. Es wird also kein Problem sein, einen Webdeveloper zu finden, der Ihnen eine WordPress Website gestalten kann.

TYPO3

Ebenso akzeptiert ist das Content Management System Typo3. Anders als bei WordPress stehen für Typo3 nur wenige vorgefertigte Designs zur Verfügung, was auch für kleinere Websites oft eine aufwändige Entwicklung und Programmierung bedeutet. Nichtsdestotrotz ist Typo3 immer noch ein beliebtes Content Management System.

Finger weg von „eigenen Lösungen“, selbst gebastelten Systemen und proprietärer Software!

Wenn Ihnen ein Webdeveloper oder eine Agentur ein eigens für die eigenen Kunden programmiertes System anbietet, können Sie gerne noch Ihren Kaffee austrinken, dann sollten Sie aber schleunigst „Auf Wiedersehen“ sagen.

In solchen Systemen sind Anpassungen und Kundenwünsche meist mit hohen Kosten verbunden oder schlichtweg nicht möglich. Sie sind immer an die Technologie und den Developer/die Agentur gebunden und das wollen Sie ganz sicher nicht.

Bei der Auswahl des Developers ist auch noch wichtig, dass sie sich die Website desjenigen und dessen Referenzen ansehen.

  • Hat er Erfahrung mit dem System, mit dem Sie gerne arbeiten möchten?
  • Sehen die Websites zeitgemäß aus?
  • Wie lange ist er schon im Geschäft?

Treffen Sie sich nicht nur mit einem Developer. Vereinbaren Sie mehrere Termine und vergleichen Sie die Angebote.

Planung der Website und Briefing für den Webdeveloper

Falls Sie einen Webdeveloper mit der Erstellung Ihrer Website betreuen, müssen Sie ein Briefing erstellen, eine kurze Projektbeschreibung, in der Sie festhalten, welche technischen Voraussetzungen bereits bestehen und was Sie sich vom Projekt erwarten. Ein erfahrener Webdeveloper wird Sie dafür lieben, denn er kommt meistens zu Kunden, die von nichts eine Ahnung haben und „möglichst schnell eine gute Webseite“ von ihm wollen.

Ein exaktes Briefing hilft Ihrem Webdeveloper dabei, ein angemessenes Angebot zu stellen und nimmt ihm viel Arbeit ab, was Ihnen wiederum Kosten spart.

Fassen Sie im Briefing zusammen:

  1. Was Sie mit Ihrer Website erreiche möchten.
    • Möchten Sie ein interessantes Gesamtbild Ihres Unternehmens schaffen?
    • Möchten Sie in Ihrer Region / in Ihrem Bundesland mit einer neuen Kundengruppe in Kontakt kommen?
    • Möchten Sie Ihre Website als Basis für das weitere Online Marketing einrichten?
    • Möchten Sie sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren und mehr Bewerbungen erhalten?
  2. Wen Ihre Website ansprechen soll.
    • Privatpersonen in einer gewissen Region/ mit speziellen Interessen / mit speziellen Bedürfnissen?
    • Unternehmer, die Hilfestellung benötigen bei… ?
  3. Womit Sie derzeit den meisten Umsatz machen.
    • Soll dieses Angebot auch auf der Website das Zugpferd darstellen?
    • Oder möchten Sie die Website nutzen, um ein neues Angebot oder ein Zusatzangebot in den Vordergrund zu rücken?
  4. Ob Sie sich eine Nachbetreuung wünschen.
    • Wünschen Sie eine Einschulung, wie Sie Texte und Bilder ändern können und wie Sie Blogposts schreiben, planen und teilen? (Tipp: Ja, das möchten Sie)
    • Möchten Sie, dass sich Ihr Webdeveloper in regelmäßigen Abständen um Updates und Datensicherung kümmert? (Tipp: Ja, das möchten Sie auch)
  5. Wie Ihre Domain lautet und ob Sie diese beibehalten möchten.
  6. Wo Sie Ihre Domain registriert haben und welches Hostingangebot bei welchem Web Provider Sie nutzen.
  7. Welche Seiten Ihrer Mitbewerber Sie ansprechend finden und was Ihnen daran besonders gut gefällt / nicht gefällt.
    • Wenn Sie selbst schon eine Recherche durchgeführt haben, halten Sie die Namen der Mitbewerber und die URLs deren Websites fest.
    • Falls Sie die Recherche an Ihren Webdeveloper auslagern möchten, besprechen Sie das mit ihm.
  8. Welches Design Sie sich zur Umsetzung Ihrer Website wünschen
    • Ein Design (oft auch Theme genannt) ist das Gesicht Ihrer Website, das Ihre Besucher sehen und die es u.a. hier zu kaufen gibt: Themeforest oder MyThemeShop
    • Halten Sie die Dinge fest, die Ihnen am Theme nicht gefallen und fragen Sie ihn, wie man diese ändern könnte.
    • Eine Neuentwicklung eines Design kommt eigentlich nur für große Unternehmen in Frage, da sie meist mit hohen Kosten verbunden ist!

Dieses erste Briefing sollte eine Gesprächsgrundlage bilden und es dem Webdeveloper ermöglichen, ein entsprechendes Angebot zu stellen. Sie sollten daraus nicht eine bedingungslose Liste an Anforderungen machen.

Wie Sie mit Ihrem Webdeveloper umgehen sollten

Sie haben sich aus verschiedenen Gründen entschieden, einen Webdeveloper zu engagieren. Eines steht aber fest: er ist ein Fachmann auf seinem Gebiet und kennt sich darin wesentlich besser aus als ihr Neffe. Achten Sie darauf, dass sie sich beide verständlich machen können und sie sich zuhören.

Ein guter Webdeveloper ist nicht dazu da Ihre Wünsche zu 100% umzusetzen. Er wird Ihnen Alternativen bieten, Verbesserungen vorschlagen und das gesamte Know-How seiner beruflichen Laufbahn zu Verfügung stellen. Er ist kein Hobby-Programmierer und auch kein Teilzeit-Zauberer. Er ist ein Fachmann, genau wie Sie.

Ihr Webdeveloper ist nicht dafür zuständig, dass Sie mehr Umsatz machen oder Sie auf Platz 1 bei der Google Suche „Heizung“ landen. Er ist einzig dafür da Ihre Website umzusetzen und damit den Grundstein für ein effektives Online Marketing zu legen.

Eine Website zu planen und umzusetzen ist mit einiger Arbeit verbunden. Wenn Sie bereit sind diese Arbeit zu investieren, werden Ihre Online Besucher zufrieden sein und Sie eine Menge Freude mit Ihrem Internetauftritt habe. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.

Wenn Sie Fragen zu WordPress oder zur Planung Ihrer Website haben, fragen Sie mich einfach in einem Kommentar auf Facebook. Ich antworte Ihnen gerne.

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