Online Marketing für KMU: Content Marketing und Social Media

In den vorangegangenen Teilen unserer Serie Online Marketing für Klein- und Mittelunternehmen beleuchtet unser Online Marketing Manager Alex Nowak, warum die richtige Domain so unglaublich wichtig ist, wie Sie eine moderne Website planen und aufbauen und wie Sie Ihre Seiten für Suchmaschinen optimieren können. Heute behandelt er die Themen Content Marketing und Social Media mit dem Fokus auf Objektivität und Anwendbarkeit.

In den vorangegangenen Teilen unserer Serie Online Marketing für Klein- und Mittelunternehmen beleuchtet unser Online Marketing Manager Alex Nowak, warum die richtige Domain so unglaublich wichtig ist, wie Sie eine moderne Website planen und aufbauen und wie Sie Ihre Seiten für Suchmaschinen optimieren können. Heute behandelt er die Themen Content Marketing und Social Media mit dem Fokus auf Objektivität und Anwendbarkeit.

Alles nur Hype und warme Luft?

Zugegeben, die Begriffe Social Media und Content Marketing wurden in den letzten Jahren so überstrapaziert, wie kaum ein anderer. Das hat zwei sehr einfache Gründe.

Es wurde mit Facebook, Twitter und Co auch eine komplett neue Branche geschaffen. Social Media Berater helfen Unternehmen, Soziale Plattformen zu Marketingzwecken einzusetzen und diese Social Media Experten sind naturgemäß sehr begabt, Ihre Botschaft zu verbreiten.

Der andere, noch viel wichtigere Grund: es wirkt und ist nicht mehr aus dem Alltag der meisten Menschen wegzudenken.

Was ist Content?

Kurz gesagt: Content ist alles, das Ihren Kunden interessiert, das ihn schlauer macht und das Sie produzieren können.

Der große Fehler, der oft begangen wird, ist zu denken, das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung wäre das Einzige was Ihren Kunden interessiert. Ihr Kunde ist aber nicht nur ihr Kunde. In erster Linie ist er vielleicht Unternehmer, Heimwerker, Hundebesitzer oder Sohn/Tochter einer alten Dame, die selbst nicht mehr einkaufen kann.

Mit Content Marketing stillen Sie die Bedürfnisse Ihres Kunden, die durch Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung nicht gestillt werden.

Nehmen wir die Heimwerker als Beispiel für unsere Content Zielgruppe und stellen uns folgende Fragen:

  • Was interessiert Heimwerker?
  • Was möchten Heimwerker machen und was wollen sie damit erreichen?
  • Wie werden Heimwerker gerne belohnt?

Heimwerker interessieren Maschinen, Werkzeuge und deren richtige Handhabung. Jene, die noch nicht zu Ihnen ins Geschäft kommen, wissen vielleicht gar nicht, was sie suchen und welche unterschiedlichen Geräte es für einzelne Arbeiten gibt. Ihre Kunden interessieren sich vielleicht für neue Geräte und deren Vor- und Nachteile zu den Vorgängerprodukten.

Ihre Heimwerker-Zielgruppe möchte selbst etwas schaffen, etwas reparieren, besser oder schöner machen und damit nicht für jede Kleinigkeit von einem Professionisten abhängig sein. Auch wollen sie sich weiterentwickeln und an ihren Projekten wachsen. Zeigen Sie ihnen, wie sie einen Dimmer einbauen oder einen Parkettboden abschleifen und versiegeln.

Die größte Belohnung für einen Heimwerker ist das abgeschlossene Projekt. Mindestens so wichtig ist es aber alles richtig gemacht zu haben, das richtige Werkzeug und Arbeitsmaterial verwendet zu haben und das vor seinen Freunden auch argumentieren zu können.

Schreiben Sie Blogs, machen Sie Videos oder Podcasts zu diesen Themen. Verpacken Sie Ihr Know-How in kurze Facebook Posts oder Tweets.

Die Essenz jeder Content Strategie: Unterrichten Sie Ihren Kunden. Helfen Sie ihm besser zu werden. Bringen Sie ihm Dinge bei, die mit Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung in Zusammenhang stehen und Sie werden immer in guter Erinnerung bleiben.

Und vergessen Sie dabei nicht, dass Sie dieses Stück Content immer für einen bestimmten Menschen schreiben, nicht für ein Unternehmen oder für eine Zielgruppe, sondern für einen Menschen, von dem Sie ein sehr genaues Bild haben.

Content über Social Media verbreiten

Der beste Content bringt Ihnen nichts, wenn ihn niemand sieht und wenn Sie nicht anfangen ihn zu verbreiten, wird es wahrscheinlich auch sonst niemand tun. Also, raus mit Ihrer Message!

Zur Content Distribution eigenen sich vor allem Kanäle wie

fb-artFacebook – teilen Sie Ihren Content auf Ihrer Unternehmens-Seite und auch über ihr privates Profil.
twitter-logo-vector-downloadTwitter – Die erlaubten 140 Zeichen eignen sich perfekt dazu Links zu teilen.
youtube-logo-21Laden Sie Tutorials oder How-To Videos auf YouTube hoch.
instagram_app_large_may2016_200Dokumentieren Sie Ihren Arbeitsalltag mit stimmigen Fotos auf Instagram

Scheuen Sie sich nicht davor, Content mehrmals zu posten. Ihre Beiträge sind aufgrund komplexer Algorithmen nie für alle Ihre Follower zu sehen.

Mit der wiederholten Verbreitung Ihres Contents auf Social Media und Content Plattformen machen Sie immer wieder auf sich aufmerksam. Sie bringen Kunden mit Ihrem Markenimage in Kontakt und leiten Interessenten auf Ihre Seite, wo Sie über Ihr Angebot informieren.

Weitere Content Plattformen

Hier möchte ich Ihnen noch ein paar Plattformen vorstellen, auf denen Sie kostenlos und oft ohne viel Vorbereitung und Aufwand Ihren Content veröffentlichen können.

  • Wenn Sie Vorträge halten, teilen Sie Ihre Slides auf SlideShare.
  • Quora ist eine Plattform für Experten und Spezialisten, die dort Fragen beantworten. Bringen Sie sich dort in die Gespräche zu Ihren Themen ein.
  • LinkedIn – Auch auf dieser Business Plattform haben Sie die Möglichkeit, Ihre Beiträge zu posten.
  • Xing – lassen Sie Ihre Kollegen und Business Kontakte wissen, was Sie alles wissen und wo Sie helfen können.

Probieren Sie aus, was Ihnen am besten liegt und was für Sie am besten funktioniert.

Die Soziale Suchmaschine

Fakt ist, dass die User von Social Media Plattformen diese nicht nur zur Kommunikation untereinander verwenden, sondern zu einem großen Teil auch als Suchmaschine. Verstehen Sie jede Plattform als Suchmaschine, auch Facebook, YouTube und Twitter. Niemand verlangt, dass Sie dort Ihren Tag verbringen und ein Foto von Ihrer Kaffeetasse posten aber sie sollten zumindest mit einer aktuell gehaltenen Unternehmensseite auffindbar sein.

Suche ich eine Anleitung zum Einbauen eines Dimmers, gehe ich gleich auf YouTube. Ich will sehen, wie das gemacht wird, nicht darüber lesen.

timr facebook pageFacebook entwickelt sich immer mehr zum autarken Netz im Internet. Mit dem Handy sind die Menschen beinahe 24 Stunden online und von einer App, in der ich alles machen kann, was ich mir vom Internet erwarte, will ich auch alles finden. Dazu gehört auch Ihr Unternehmen. „Der/Die ist sicher auf Facebook…“ ist kein neuer Gedanke, viel mehr ein Anspruch an ein modernes Unternehmen.

Falls Sie noch keine Facebook Seite für Ihr Unternehmen haben, sollten Sie noch heute eine anlegen.

Die mächtige Werbeplattform

Facebook Ads Audience

Facebook hat sich zu einer beeindruckenden Werbeplattform entwickelt. Gerade  Klein- und Mittelbetriebe können von der sehr genauen Eingrenzung der Zielgruppe profitieren, die Facebook zur Erstellung der Facebook Ads anbietet.

Sie können sehr genau bestimmen, wer Ihre Anzeige sieht und an welcher Stelle diese auf Facebook geschalten wird.

Bestimmen Sie Ihre Zielgruppe nach Standort, Alter, Geschlecht, Sprache und Interessen.

Das minimiert Streuverluste und führt dazu, dass nur Menschen Ihre Anzeige sehen, für die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung relevant ist.

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Ebenso können Sie festlegen, was Sie mit der Anzeige erreichen möchten. Wollen Sie mehr Facebook Fans? Wollen Sie Ihre App Downloads ankurbeln? Möchten Sie mehr Besucher und Registrierungen auf Ihrer Website? Facebook hat dafür die passende Anzeige und lässt Sie auch das Budget dafür bestimmen.

Blog Optimierung

Wenn es sich bei Ihrem Content um Blogposts handelt, muss Ihre Seite mit einigen Meta Tags ausgestattet sein, damit der Blogpost, den Sie teilen möchten,  auch optimal dargestellt wird. Sollten Sie Ihren Blog mit WordPress entwickelt haben, empfehle ich unbedingt das Yoast SEO Plugin zu verwenden, das auch in der kostenlosen Version schon alle notwendigen Tools zur Optimierung Ihrer Blogposts mitbringt.

yoast-seo-social-media

Ist Social Media und Content Marketing nur etwas für die Großen?

Social Media und Content Marketing ist nicht nur etwas für „Big Player“ und heute kann es sich eigentlich kein Unternehmen mehr leisten auf Social Media nicht mehr gefunden zu werden, wenn man kurz darüber nachdenkt, wie Menschen heute nach Dienstleistern suchen. Lesen Sie dazu auch das Interview mit Malermeister Matthias Schulze, der mit Social Media 2014 einen Umsatz von € 600.000,- einfahren konnte.

Lassen Sie sich nicht überwältigen von der Fülle an Möglichkeiten, Plattformen und Tools. Fangen Sie klein an und gehen Sie dann Schritt für Schritt weiter.

Am Anfang sollten Sie sich darüber klar werden, für wen Sie wo welchen Content zu welchen Themen veröffentlichen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem Weg zum Social Media Experten und stehen Ihnen, wie immer, gerne auf Facebook für Ihre Fragen zur Verfügung.

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