Kernarbeitszeit

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Für viele Unternehmen und Mitarbeiter ist eine flexible Gleitzeitregelung mit einer fixen Kernzeit eine win-win Situation. Stoßzeiten in der Kernzeit sind optimal abgedeckt, die flexible Zeiteinteilung durch den Gleitzeitrahmen entspannt den Weg zur Arbeit. Begonnene Arbeiten können in der Ausgleitzeit am Nachmittag noch in Ruhe fertiggestellt werden. Wir fassen das Thema Kernarbeitszeit für Sie zusammen.
Das Wichtigste im Überblick


1. Definition: Was bedeutet Kernarbeitszeit?

Bei der Kernarbeitszeit handelt es sich um die festgelegte Arbeitszeit, in der für Mitarbeiter Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz besteht. In flexiblen Arbeitszeitmodellen wird meist ein variabler Gleitzeitrahmen vorgegeben und eine fixe Kernzeit, während der ein Mitarbeiter anwesend sein muss. Diese Zeiträume werden z.B. im Arbeitsvertrag festgelegt. 

Die Kernzeit ist für die Planungssicherheit eines Unternehmens wichtig, da während dieses Zeitraums alle Mitarbeiter im Unternehmen anwesend sind. Es können Meetings festgelegt werden, oder Zeiten für Kunden nach außen kommuniziert werden, zu denen Mitarbeiter erreichbar sind.

2. Häufige Fragen zur Kernarbeitszeit

2.1 Wie lange darf die Kernarbeitszeit sein?

Die Länge der Kernarbeitszeit wird nach Sinnhaftigkeit und Bedarf des Unternehmens festgelegt. Hier werden die Zeiten berücksichtigt, in denen eine erhöhte Arbeitsbelastung anfällt. Man geht davon aus, dass die Kernzeit maximal 6 Stunden betragen soll. Die Gleitzeit, die diese Kernzeit „einrahmt“, dient der flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit.

Je unabhängiger der Arbeitsbereich von Kontakten nach außen ist, desto kürzer sind die Kernzeiten, und umso flexibler daher der Gleitzeitrahmen für die Mitarbeiter.

2.2 Was ist Gleitzeit mit Kernarbeitszeit?

In der Gleitzeit können sich Mitarbeiter einteilen wann sie kommen oder gehen. Der „Kern“ ist fix, das bedeutet verpflichtende Anwesenheit – Gleitzeit ist der Teil, der variieren darf.

Als Beispiel: Ein typischer Gleitzeitrahmen in Unternehmen ist 7 bis 18 Uhr. Die Kernzeit wird z.B. mit 10 bis 16 Uhr festgelegt. Mitarbeiter haben daher eine Eingleitzeit von 7 bis 9 Uhr, die Ausgleitzeit ist 16 bis 18 Uhr. Für die Zeit von 10 bis 16 Uhr gilt Anwesenheitspflicht.


Zu hoher Aufwand bei der Überprüfung von Kernzeiten!


Mit der timr Zeiterfassung können Sie Gleitzeit und Kernzeit im System hinterlegen und sehen so jederzeit sofort, ob es Abweichungen gibt.






2.3 Wie wird die Kernarbeitszeit berechnet?

Die Berechnung der Kernzeit ist abhängig von der Normalarbeitszeit. Die Kernzeit sollte maximal 75% der täglichen Normalarbeitszeit betragen, um eine gewisse Flexibilität zu gewährleisten. Den Überblick darüber behalten Sie mit einer zuverlässigen Zeiterfassung wie timr, in der individuelle Arbeitszeitmodelle mit Gleitzeit und Kernzeit festgelegt und überprüft werden können.

2.4 Was ist Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit?

Arbeitsbereiche die sehr flexibel gestaltet werden können, für die also auch keine Anwesenheitspflicht notwendig ist, kommen ganz ohne Kernzeit aus. In Kreativbranchen oder in der Softwareentwicklung beispielsweise ist Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit gang und gäbe.

Ist Kundenkontakt oder persönlicher Kontakt zwischen Mitarbeitern nicht zwingend notwendig, reicht ein vereinbarter Gleitzeitrahmen aus. Auch Teilzeitkräfte, die nur dann eingesetzt werden wenn tatsächlich Arbeit anfällt, oder die sich ihre Arbeit selbst einteilen können, fallen unter diese flexibelste Art der Arbeitszeitgestaltung.

3. Wer regelt die Kernarbeitszeit

Die Kernarbeitszeit ist grundsätzlich abhängig vom Bedarf des Unternehmens. Die schriftliche Regelung wird in einer Dienstanweisung oder einer Betriebsvereinbarung geregelt, oder findet sich im Arbeitsvertrag.

Kernzeiten gelten übrigens auch für Home Office und beim Einsatz von Teilzeitkräften, sofern hier keine gesonderten Regelungen getroffen wurden. Die Arbeitszeiten von Teilzeitkräften sind meist so geregelt, dass sie in die Kernarbeitszeit fallen, in der der höchste Bedarf an Arbeitskräften besteht.

4. Vor- und Nachteile der Kernarbeitszeit?

Vorteile für den Arbeitnehmer:

Vorteile für den Arbeitgeber:

Flexible Gestaltung der ArbeitszeitGrößere Attraktivität als Arbeitgeber
Klarer zeitlicher Rahmen für Termine mit KollegInnenLoyale und motivierte Mitarbeiter
Bessere Kommunikation durch die Anwesenheit aller MitarbeiterInnenHöhere Mitarbeiterzufriedenheit und dadurch mehr Output
Festgelegte Zeiten für Kontakte nach außen, daher individuelle Gestaltung jener Tätigkeiten, für die man mehr Ruhe brauchtBessere Abdeckung in Stoßzeiten und daraus resultierend bessere Reaktionszeiten
Bessere Work-Life-Balance und damit höhere Motivation und Loyalität dem Dienstgeber gegenüber

Nachteile für den Arbeitnehmer:

Nachteile für den Arbeitgeber:

Anwesenheitspflicht, wenn auch eingeschränkt Höherer Aufwand bei der Überprüfung der Kernzeiten

5. Für wen eignet sich eine Kernarbeitszeit?

Ist eine zeitlich eingegrenzte Verfügbarkeit von Mitarbeitern notwendig, ist das Modell Gleitzeit mit Kernzeit für ein Unternehmen sinnvoll. Es gibt daher bestimmte Branchen, wo Kernarbeitszeit gut funktioniert. Für manche Branchen oder auch Abteilungen eines Unternehmens ist Kernarbeitszeit nicht sinnvoll.

Im Handel beispielsweise, oder in Krankenhäusern ist es undenkbar, ein Kernarbeitszeitmodell vorzugeben. In Berufen wie Softwareentwicklung, Werbeagenturen oder vielen anderen Online-Branchen wird Gleitzeit mit Kernarbeitszeit bereits als selbstverständlich erachtet. 

6. Was passiert bei einem Verstoß gegen die Kernarbeitszeit?

Verstöße gegen die Kernarbeitszeit sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Als Dienstgeber hat man sich überlegt, warum die Kernzeit so festgelegt wurde. Sind Mitarbeiter im festgelegten Zeitfenster nicht anwesend, gilt es zunächst festzustellen, in welchem Rahmen und aus welchem Grund die Kernzeit nicht eingehalten wurde.

Die Konsequenzen bei Nichteinhaltung reichen von einer Ermahnung bis zu einer Vertragsstrafe, je nachdem wie schwerwiegend die Folgen der Abwesenheit sind. 

Wurde der Rahmen aufgrund von äußeren Umständen nicht eingehalten, z.B. Vorkommnisse im Straßenverkehr oder öffentlichen Verkehr, wird der Dienstgeber aber in den meisten Fällen darüber hinwegsehen.

7. Wie kann man Kernarbeitszeiten einfach überprüfen?

Um eine Kernarbeitszeit überprüfen zu können, muss zunächst die Zeit erfasst werden. Mit der Zeiterfassung von timr können Unternehmen den Gleitzeitrahmen und die Kernzeit für den gesamten Betrieb, aber auch für verschiedene Abteilungen oder einzelne Mitarbeiter individuell festlegen. timr überprüft, ob der vorgegebene Gleitzeitrahmen und die festgelegten Kernzeiten eingehalten wurde, oder ob es Abweichungen gab. 

Abweichungen werden von der timr Zeiterfassung als Hinweise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgezeigt und können so jederzeit tagesaktuell überprüft werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer bleiben so im Dialog, was die Einhaltung der Kernzeiten betrifft.