Sollarbeitszeit

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1. Was bedeutet Sollarbeitszeit

Die Sollarbeitszeit schreibt vor, wie viele Arbeitsstunden ein Arbeitnehmer leisten muss.

Üblicherweise vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine wöchentliche Sollarbeitszeit im Arbeitsvertrag. Es ist aber auch möglich eine monatliche Sollarbeitszeit festzulegen.

Vorgaben zur täglichen Sollarbeitszeit können sich auf eine reine Stundenanzahl (zum Beispiel 8 Stunden/Tag) begrenzen, oder auch fixe Beginn- und Endzeiten beinhalten.
Ob eine tägliche Sollarbeitszeit festgelegt wird, hängt vom gewählten Arbeitszeitmodell ab.

Bei Arbeitszeitmodellen mit Gleitzeit wird in der Regel keine fixe tägliche Sollzeit vereinbart. Die durchschnittliche tägliche Sollzeit kann hier immer wieder unter- oder auch überschritten werden.

Die Sollarbeitszeit ist daher mit der bei Gleitzeit oft eingesetzten Kernarbeitszeit nicht zu verwechseln. Diese gibt Gleitzeitmitarbeitern einen täglichen Zeitrahmen vor, in dem diese zwingend anwesend sein bzw. arbeiten müssen.

Die Sollarbeitszeit darf die gesetzlich vorgeschriebene, maximal zulässige Höchstarbeitszeit jedenfalls nicht überschreiten.

2. Warum wird eine Sollarbeitszeit festgelegt?



Das Festlegen der Sollarbeitszeit dient in erster Linie dazu sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Arbeitgeber besser zu veranschaulichen wie viel Arbeitszeit an einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat zu leisten ist.

Das ist insofern wichtig, weil die Sollarbeitszeit von gesetzlichen Vorgaben abweichen kann.

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3. Wie berechnet man die Sollarbeitszeit?

Grundsätzlich muss die Sollarbeitszeit im Arbeitsvertrag definiert werden.
In der Regel wird hier die wöchentliche Sollzeit festgehalten, es kann zum Beispiel aber auch eine monatliche Sollzeit vereinbart sein.

Die vertraglich vereinbarte Sollarbeitszeit dienst als Basis um dann entsprechend die durchschnittliche tägliche, wöchentliche oder monatliche Sollzeit auszurechnen.

Sollarbeitszeit berechnen
 
Tägliche SollarbeitszeitWochenstunden : Arbeitstage
Wöchentliche SollarbeitszeitMonatsstunden : Wochenfaktor (4,35)
Monatliche SollarbeitszeitWochenstunden x Wochenfaktor (4,35)

4. Wie kann die tägliche Sollarbeitszeit berechnet werden?

Die tägliche Sollarbeitszeit wird berechnet, indem die vereinbarten Wochenstunden durch die Anzahl der laut Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitstage dividiert wird.Bei vielen Arbeitnehmern ist eine 5-Tage-Woche die Regel.

Tägliche Sollarbeitszeit berechnen

Wochenarbeitszeit : Arbeitstage pro Woche = Tägliche Sollarbeitszeit


Bei einem Vollzeitmitarbeiter mit 40 Stunden und 5 Arbeitstagen in der Woche, ergibt sich dadurch zum Beispiel eine tägliche Sollarbeitszeit von 8 Stunden.

5. Welche Sonderfälle gibt es bei der Sollarbeitszeit?

Grundsätzlich ist die Sollarbeitszeit an jedem vertraglich festgelegten Arbeitstag zu erbringen. Es gibt aber Ausnahmen bzw. Sonderfälle.

Sollarbeitszeit und Krankenstand/Krankentage

Wenn ein Arbeitnehmer krank ist, kann er die vorgegebene Sollarbeitszeit natürlich nicht erfüllen. Er muss diese auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt erbringen.

Stattdessen entfällt Sollarbeitszeit während des Krankenstands für den Arbeitnehmer.
Im Krankheitsfall hat der Arbeitnehmer daher bei einer Arbeitsunfähigkeit bis zu sechs Wochen Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber.
Dauert der Krankenstand bzw. die Arbeitsunfähigkeit länger als sechs Wochen, übernimmt die Krankenkasse weitere Zahlungen.

Sollarbeitszeit und  Sonn-/Feiertage

Sonn- und Feiertage sind laut Gesetz grundsätzlich freie Tage, für bestimmte Branchen gibt es hier aber Ausnahmen. Für viele Arbeitnehmer sind diese Tage in der Realität branchen- und tätigkeitsbedingt daher trotzdem Arbeitstage.

In diesem Fall gilt die Sollarbeitszeit auch an einem Sonn- oder Feiertag, wenn dieser laut Dienstplan als Arbeitstag eingeplant ist. Die Arbeitnehmer erhalten dafür einen Ruhetag als Ausgleich.

Für Arbeitnehmer, die an einem Sonn-/Feiertag nicht für die Arbeit eingeteilt sind, entstehen keine Minusstunden. Die wöchentliche Sollarbeitszeit reduziert sich hier entsprechend.

Sollarbeitszeit berechnen

Sollarbeitszeit und Kurzarbeit

Wenn in einem Betrieb Kurzarbeit eingesetzt wird, reduziert sich die Sollarbeitszeit für Arbeitnehmer vorübergehend.

Kurzarbeit wird dann eingesetzt, wenn aus wirtschaftlichen oder anderen unausweichlichen Gründen die normale Auslastung im Betrieb nicht möglich ist.

In diesem Fall zahlt die öffentliche Hand einen Teil der Gehälter all jener Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit sind.
Unternehmen können so Personalkosten einsparen und trotzdem die Arbeitnehmer im Betrieb halten. Damit werden Kündigungen vermieden.

6. So kontrollieren Sie die Einhaltung der Sollarbeitszeit

Die Einhaltung der Sollarbeitszeit kontrollieren Sie am besten mit einer digitalen Arbeitszeiterfassung und einem automatisch geführten Arbeitszeitkonto.

Eine gutes Zeiterfassungssystem nimmt Ihnen einen Großteil der Kontrollarbeit sogar komplett ab, indem die vorgegebene Sollzeit mit der tatsächlichen Arbeitszeit der Mitarbeiter automatisch vom System verglichen wird.

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Als Arbeitgeber hilft Ihnen ein digitales System auch sicherzustellen, dass gesetzliche Regelungen – zum Beispiel Pausenregelungen – eingehalten werden. Dafür hinterlegen Sie die entsprechenden Vorgaben zur automatischen Überprüfung einfach direkt im System

Für die Lohnverrechnung zahlt sich eine professionelle Arbeitszeiterfassung natürlich ebenfalls aus. Einen Stundenzettel mit allen notwendigen Daten erstellen Sie per Mausklick und können diesen sofort weiterleiten.

Aber nicht nur Arbeitgeber profitieren von einer digitalen Arbeitszeiterfassung. Auch als Arbeitnehmer hat ein solches System viele Vorteil, insbesondere da der Stundenstand jederzeit selbst eingesehen werden kann.

 

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