Mobiles Arbeiten: alte Definition, neuer Gedanke

Der Begriff “Mobiles Arbeiten” ist aus dem Sprachgebrauch der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Mobiles Arbeiten ist im Trend und liefert Gesprächsstoff für viele Diskussionen in Politik und Wirtschaft. Aber was genau wird eigentlich unter mobilem Arbeiten verstanden? Gibt es dafür eine konkrete Definition?

Der Begriff “Mobiles Arbeiten” ist aus dem Sprachgebrauch der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Mobiles Arbeiten ist im Trend und liefert Gesprächsstoff für viele Diskussionen in Politik und Wirtschaft. Aber was genau wird eigentlich unter mobilem Arbeiten verstanden? Gibt es dafür eine konkrete Definition?

 

Was die Politik darunter versteht

Das deutsche Bundesministerium für Arbeit und soziales hat für mobiles Arbeiten beispielsweise folgende Definition festgelegt:

Mobiles Arbeiten bezeichnet das Arbeiten außerhalb der Betriebsstätte. Es umfasst die Arbeit von Zuhause aus (Telearbeit, alternierende Telearbeit), die Arbeit beim Kunden (z.B. Service oder Vertrieb), die Arbeit von unterwegs (z.B. Flugzeug, Hotelzimmer) und die Arbeit im Rahmen von Dienstreisen (z.B. Messe, Kongress).

Der Gesetzgeber fasst den Begriff “Mobiles Arbeiten” also sehr breit auf und inkludiert im Prinzip jede Arbeit, die nicht am festen Unternehmensstandort geleistet wird. Eine solche Definition wird wohl auch den vielfältigen Formen mobiler Tätigkeiten am ehesten gerecht.

 

Was die Wirtschaft darunter versteht

Das eine derart breit gefächerte Definition nötig ist, zeigt sich auch daran, dass mobiles Arbeiten in der Praxis unterschiedliche Formen annimmt. Die Bandbreite mobiler Arbeit reicht von der Dienstleistung direkt beim Kunden, wie es zum Beispiel bei einem Installateur üblich ist, bis hin zur Recherche- und Schreibarbeit von Büroangestellten vom Homeoffice aus.

Viele Unternehmen legen auch in eigenen Betriebsvereinbarungen fest, was in ihrem Unternehmen als mobile Arbeit zu verstehen ist. Denn nicht jeder Betrieb hat die gleichen Voraussetzungen. Welche Form mobilen Arbeitens in der Praxis umgesetzt werden kann, hängt von verschiedensten Faktoren ab.

 

Mobiles Arbeiten umfasst heute mehr – vor allem mehr Standorte

Dienstleistungsbetriebe, wie Handwerker oder Vertriebsgesellschaften, sind beispielsweise Unternehmen, deren Arbeit beinahe vollständig auf Mobilität aufbaut. Das war schon immer so. Anhand dessen zeigt sich, dass mobiles Arbeiten an sich kein neuer Ansatz ist. Neu ist allerdings, dass Formen mobiler Arbeit sich inzwischen auch in Betrieben durchsetzen, wo Mobilität bisher keine große Rolle gespielt hat. Das gilt vor allem für Unternehmen, deren Mitarbeiter Arbeiten durchführen, die am Laptop oder am Smartphone erledigt werden können. Wenn die einzige Voraussetzung der Zugang zu Firmen- und Geschäftsdaten ist, kann zum Beispiel die klassische Büroarbeit praktisch von überall geleistet werden – im Café genauso wie im Zug. An Orten also, die früher als Arbeitsort schwer vorstellbar gewesen sind.

 

Mobiles Arbeiten ist nicht neu, wird aber neu gedacht

Der Begriff „Mobiles Arbeiten“ ist also nicht neu. In bestimmten Branchen wird diese Form der Arbeit schon seit langem in die Realität umgesetzt. Dank neuer Technologien wird mobiles Arbeiten in unterschiedlichen Formen aber nun seit einiger Zeit in immer mehr und vor allem in unterschiedlichen Branchen relevant. So kann mobiles Arbeiten heute auch an Orten stattfinden, wo das früher nicht möglich war. Immer mehr Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer können deshalb von neuen Denkansätzen in diesem Bereich profitieren.

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